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WCF aktuell Nr. 11 / 10. September 09


Potenziale der Europäischen Stadt


Eine Diskussion über die Zukunftsfähigkeit der europäischen Stadt,
initiiert in Kooperation von:
Goethe Institut , Sächsischer Kultursenat und
KWI – Kulturwissenschaftliches Institut Essen


Wir führten ein Gespräch mit Dr. Jürgen Ohlau, Präsident des Sächsischen Kultursenats.

Bild Ohlau für Newsletter

WCF: Herr Dr. Ohlau, warum setzen Sie mit Ihren Partnern den Focus auf die europäische Stadt oder besser gesagt europäische Stadtkultur?

Ohlau: Wir haben uns an der Vision des WORLD CULTURE FORUMs orientiert, eine Balance der Kulturen in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft, Kunst, Religion und Politik zu schaffen, zumindest unsrerseits alles dafür zu tun, einen globalen Dialog zu initiieren.
Wir sind der Meinung, dass die europäische Stadt alle obengenannten Teilbereiche der Kultur zusammenfasst und ihr Zusammenwirken darstellt. Betrachtet man die Geschichte der europäischen Städte, stellt sich heraus, dass sie sich immer wieder auf neue Gesellschafts-Situationen erfolgreich eingestellt haben und dass ihr weiteres Gedeihen davon abhängig war, dass das Zusammenspiel der Kräfte wiederhergestellt wurde. Die so entstandenen Gesellschaftsmodelle konnten dann auch auf größere Gemeinschaften übertragen werden. Wie in der Industrie: Bevor die große Produktion startet, wird in Experimenten und Laborversuchen getestet – für uns ist die Stadt eine Art Raumort-Labor, in welchem die Balance der Kulturen bereits erfolgreich getestet wurde und auch täglich aufs Neue getestet wird.


WCF: Kann denn ein europäisches Stadtmodell überhaupt Vorbild für Städte in Asien oder Afrika haben? Ist solch ein Modell übertragbar?

Ohlau: Genau das wollen wir ja analysieren und sehr kritisch hinterfragen. Ist es zum Beispiel der richtige Weg, wenn europäische Stararchitekten mit ihren westlichen Einstellungen eingeladen werden, neue Großstädte in Afrika oder Asien zu planen? Das sieht heute zwar gut aus, aber hat dieses Modell auch eine nachhaltige Zukunft oder bleiben diese Städte immer Oasen innerhalb einer über Jahrtausende gewachsenen Landeskultur.

WCF: Sie waren ja sehr lange beim Goethe-Institut in leitender Funktion tätig und haben auch den Kontakt zum WORLD CULTURE FORUM hergestellt. Gestatten Sie die Frage: Was haben Goethe Institute mit Stadtkultur zu tun?

Ohlau: Aus meiner Sicht sehr viel. Die Mitarbeiter des Goethe Institutes sind weltweit in allen Welt-Kulturen tätig. Sie müssen sich täglich mit den Lebens-Strukturen vor Ort auseinandersetzen, da sie für ihre Arbeit eine hohe Akzeptanz der Bevölkerung und der Öffentlichkeit brauchen. Diese Erfahrungen möchten wir in das 2. WORLD CULTURE FORUM einbringen und mithelfen, die Ergebnisse des WCF international weiter zu tragen und vor allem ‚offene Fragen’ beantworten helfen, in dem wir diese vor Ort in den betroffenen Ländern selbst stellen. Kurz: Die Goethe Institute werden angeregt, nach dem Forum auf der Grundlage der vielfältigen Ergebnisse des 2. WORLD CULTURE FORUM in aller Welt weiter zu diskutieren und gefundene Antworten und Anregungen in das nächste Forum einzubringen.

Eingeladene Teilnehmer der Diskussionsrunde (Freitag, 9. Oktober, 14:00 - 15:30Uhr):

Chris Hamnett – King’s College London
Patrick Le Galès – Sciences Po Paris
Friedrich Lenger – Universität Giessen
John Thompson – Architekt
Jörn Walter – Oberbaudirektor Hamburg

Leitung der Diskussionsrunde:
Prof. Dr. Reiner Pommerin – Sächsischer Kultursenat
Dr. Darius Zifonun – Research Fellow KWI Essen


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Erster WCF Culture Award an indischen Religionsführer

Bild Sri Sri Ravi Shankar klein
H.H. Sri Sri Ravi Shankar erhält anlässlich des 2. WORLD CULTURE FORUMs den ersten
WCF Culture Award verliehen. Mehr dazu finden Sie hier. Insbesondere möchten wir an dieser Stelle auf ein Themenforum mit H.H. Sri Sri Ravi Sahnkar hinweisen, welches im Rahmen des 2. WORLD CULTURE FORUM statt finden wird.

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Corporate Social Responsibility & Corporate Citizenship

Wir freuen uns über die Kooperation mit CSR Europe, einer sehr eng an die EU angebunden Organisation, in der die größten Unternehmen Europas, die ihre Rolle in der Gesellschaft verantwortungsvoll umsetzen, Mitglied sind.
Mehr dazu finden Sie hier.

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Neue Diskussionsrunde initiiert

Der demokratische Bienenstock. Frühwarnsysteme und Risikomanagement nach evolutionären Prinzipien. Aus der Natur lernen. Mehr dazu hier.
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